Lippenpiercing

Lippenpiercing bezeichnet streng genommen alle Piercings durch Ober- und Unterlippe.

Je nach Platzierung des Lippenpiercing ergeben sich daraus jedoch eigene Begriffe:

Platzieren wir das Piercing einseitig seitlich an der Oberlippe, ist es ein Madonna- oder auch Monroepiercing.

Beiderseits durch die seitliche Oberlippe gestochen, ändert sich der Begriff in Angel-Bites.

Ein einzelnes Piercing durch die Mitte der Oberlippe, ist bekannt als Medusapiercing.

Bei der Unterlippe ist die bekannteste Variante, einseitig oder mittig und einzeln platziert, das Labret.

Durch beide Seiten der Unterlippe platziert, hat sich im Fachjargon der Begriff Snakebites durchgesetzt.

Platzieren wir das Labret jedoch paarweise durch eine Seite der Unterlippe, nennen wir die Konstellation Spider-Bites.

Wiederum eigene Namen und Begriffe betreffen das Lippenrot: Senkrecht durch das Lippenrot gestochen handelt es sich um ein Vertical Labret. Ein kleiner Stein auf dem Lippenrot bezeichnet das Ashley-Piercing.

Direkt in den Mundwinkeln nah am Lippenrot platziert gibt es noch das Dahliapiercing, meist paarweise als Dahliabites gestochen.

Für detaillierte Informationen zu jedem einzelnen Lippenpiercing: Bitte einfach auf den jeweligen Begriff klicken! 

Allgemeine Informationen zu allen Lippenpiercings:

Die Lippe neigt nach den Stechen immer dazu anzuschwellen. Aus diesem Grund setzen wir immer Schmuck in Überlänge ein.

Das sieht zwar direkt nach dem Stechen nicht sehr schön aus, ist allerdings unerlässlich. In den allermeisten Fällen geht die Schwellung jedoch sehr schnell wieder zurück, so dass wir beim Nachkontrolltermin meist den kürzeren Folgeschmuck bereits einsetzen können. Dieser ist bei uns im Studio bei allen Lippenpiercings im Preis enthalten.

Bei Piercings durch die Oberlippe setzen wir als Standard Labretstuds aus Titan G23 in 1,2 mm Drahtstärke ein. Bei Unterlippenpiercings wünscht die Kundschaft doch häufiger Ringe, infolgedessen stechen wir hier in 1,6 mm. Ringe in 1,6 mm bieten einen höheren Tragekomfort und ein geringeres Verletzungsrisiko. Dünneren Schmuck einzusetzen ist nach erfolgter Abheilung auf Wunsch natürlich kein Problem.

Als kleines Plus für den Zahnschutz können wir als Folgeschmuck auch Stäbe aus Kunststoff einsetzen.

Nach dem Stechen gilt in den ersten 2 Tagen das Gebot, nicht zu rauchen! Nikotin und Verbrennungsrückstände können sehr unangenehme Entzündungen in frischen Wunden verursachen.

In den ersten 2 Wochen nach dem Stechen sollte man nichts essen, das besonders scharf oder stark gewürzt ist. Gewürze können den Stichkanal reizen und unangenehmes Brennen verursachen.

Ebenfalls zu vermeiden sind in den ersten 14 Tagen fremde Körperflüssigkeiten. Die darin enthaltenen Bakterien sind für die Wundheilung ebenfalls nicht förderlich und können unschöne Schwellungen und Entzündungen hervorrufen.

Durch die Stäbe in Überlänge besteht beim Zähneputzen die Gefahr von Hängenbleiben. Aus diesem Grund ist hierbei gerade in der Ausheilungsphase sehr vorsichtig vorzugehen.

Nach dem Zähneputzen folgt die Anwendung von dem Pflegespray das wir zu jedem Piercing dazugeben. Dieses Spray ist bei uns grundsätzlich im Piercingpreis enthalten. Gerade bei Rauchern können antibakterielle Mundspülungen nach dem Zähneputzen als Ergänzung sinnvoll sein. Das ist aber nicht zwingend notwendig.

Für Fragen, die auf dieser Seite nicht beantwortet werden haben unsere Piercerinnen und Piercer jederzeit ein offenes Ohr. Besuche in unserem Studio sind  jedoch seit Ausbruch von Corona nur noch mit Termin möglich. Diese sind einfach über unser Online-Buchungsprogramm auszumachen. Einen kleinen Überblick über unsere Arbeitsräume, unsere Hygienestandards und weitere Informationen rund um das Thema Piercing und Tattoo findet ihr auch auf unserem Youtube-Kanal.