Die zweite „Story behind the Tattoo“ kommt heute von einem Brüderpaar – wir übernehmen den Text einfach genau so, wie sie ihn uns geschrieben haben – und sind überglücklich, dass wir – in diesem Falle Jimmy – die beiden glücklich machen konnte. Wenn ihr auch eure Geschichte und das Tattoo dazu hier sehen wollt – meldet euch einfach im Studio und verlangt nach Stephan.

Mein Halbbruder Sebastian und ich suchen schon seit ca. 20 Jahren mal mehr, mal weniger intensiv nach einem passenden Bruder-Tattoo. Nachdem meine Hemmschwelle auch für alberne Tattoos deutlich geringer ist als seine, kamen von mir auch Vorschläge wie ein Smiley auf dem großen Zeh oder sämtliche Varianten des Löwen unseres Fussballvereins. Das Feedback war dementsprechend eher belächelnd.

Nicht mehr damit rechnend dass zu diesem Vorhaben jemals irgendwas unter die Haut kommt, zauberte mein geliebter Bruder ein paar Star Wars Tattoos aus dem Internet, und ich merkte, jetzt meint er es ernst!

Auf einem Bild waren die beiden Star Wars Roboter (R2D2 und C3PO) an einem 80er Jahre Computer aus der Spielhölle  und haben  „save the princess“  gezockt. Irgendwie kam mir dann die Idee für das Gegenbild, bei dem Mario + Luigi an so einem Computer stehen und Star Wars spielen.  Somit hatten wir unsere beiden perfekten Motive im Kopf. Mein großer Bruder als Star Wars Fan nimmt die beiden Roboter. Ich wilder Zocker der in den 90er Jahren mit sämtlichen Konsolen und natürlich auch Mario&Luigi aufgewachsen ist, nimmt die beiden italienischen Klempner. Gleichwohl können wir uns beide auch mit dem Motiv des anderen identifizieren.

Wer soll diese Idee nun auf Papier bzw. in die Haut umsetzen? Es kam nur der Tempel München in Frage und nach kurzer Rücksprache mit Stephan war klar dass Jimmy unser Mann ist. Also im November ab zum Besprechungstag…..

Nach der ersten kurzen Besprechung bei Jimmy wollten wir schon alles hinschmeißen, weil wir aus unerklärlichem Grund die freudige Erwartung hatten, Jimmy wird uns jetzt hier in 5 Minuten genau unsere Gedanken zu Papier bringen. Wer Jimmys ruhige Art kennt wird schmunzeln müssen.

Nachdem vorher schon klar war dass beide Tattoos ca. handflächengroß auf unsere Oberarme kommen, haben wir doch einen Termin für Stichtag Anfang Februar ausgemacht und vereinbart dass uns Jimmy seine Vorlagen im Januar vorab schickt.

Just als die Nachricht von Jimmy kam und ich sie an meinen Bruder weiterleitete, befand sich dieser gerade im Urlaub auf Island und so kam es dass ich meine bis dato erste und auch einzige Sprachnachricht bekommen habe, da es zum Nachricht tippen zu kalt war!

Völlig überraschend war diese Sprachnachricht durchweg positiv und vollauf begeistert. Und tatsächlich bemerkte ich erst beim zweiten Betrachten, welch gigantischer Arbeitsaufwand allein in diesen Vorlagen steckte.

Es war meine erste Tattoo-Vorlage vom Computer, daher war ich wohl im ersten Moment überfordert.
Die Vorfreude stieg immer mehr auf unseren Stichtag!  Nachdem ich mich vorgedrängelt habe um als erster fertig zu werden, lag ich nun ca. 4 Stunden unter Jimmys Nadeln. Absolut faszinierend welche Detailtreue Jimmy in seine Arbeit steckt. Das fällt einem noch besser auf, wenn man selber nicht mehr auf der Folterbank liegt und „anderen“ zuschauen darf wie die Haut bunt wird. Was „unser“ Jimmy im kleinsten mm-Bereich mit seiner Maschine zaubert, ist einfach genial.

Wir sind beide völlg geflasht von diesen Meisterwerken!