Tätowiererin Julia Tempel gestaltet christliche Kapelle ohne Leidensbilder

Die Künstlerin und Tätowiererin Julia Tempel aus Freising bei München hat erneut eine christliche Kapelle gestaltet

12. Juli 2026 News
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Tätowiererin Julia Tempel gestaltet christliche Kapelle ohne Leidensbilder

In christlichen Kapellen steht meistens das Leiden im Vordergrund. Die Tätowiererin und Künstlerin Julia Tempel aus Freising bei München ist bei der Gestaltung einer Privatkapelle bewusst einen anderen Weg gegangen.

Hoffnung, Familie, Naturverbundenheit und Wachstum

Für eine neugestaltete Privatkapelle im Raum Grafing bei München ist Julia bewusst einen anderen Weg gegangen. Die Wandgestaltung zeigt Hoffnung, Familie, Naturverbundenheit und Wachstum.

Intensive Planung und mehr als 140 Stunden reine Malerarbeit

Wer Julia und ihre Arbeitsweise kennt, der wird bereits wissen dass gute Planung bei ihr bereits einen großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Egal ob bei ihren Tattookunden auf der Haut oder auch bei Auftragsarbeiten wie dieser Kapelle. So erstreckte sich die Planungsphase bereits über mehrere Wochen.



Die Arbeiten in der Kapelle selber erstreckten sich fast über ein halbes Jahr. Zum einen stecken rund 140 Arbeitsstunden in der Malerei selber. Zum anderen musste Julia diese Arbeit auch noch mit ihrer Arbeit als Tätowiererin und ihrer Familie koordinieren.

Traditionelle Kirchenkunst verbunden mit persönlichen Geschichten der Familie

In den Malerein greift Julia die erzählender Bildsprache traditioneller Kirchenkunst auf und verbindet dabei die christliche Symbolik mit persönlichen Geschichten der Familie.


Aus einem Tisch an dem eine Figur des Bauherrn sitzt, wird durch die Anzahl der Stühle eine Anspielung auf Leonardos letztem Abendmahl. Eine Figur der Bauherrin die ein Schaf trägt wird zur „guten Hirtin“.

Die ganze Kapelle ist – typisch für Julias Arbeiten – ein durchgängiges Gesamtkonzept, dabei bleibt kein Quadratzentimeter des Innenraums unbemalt.



In einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung, Gemeinschaft und positiven Zukunftsbildern suchen, setzt die Kapelle bewusst einen Gegenpol zu düsteren Erzählungen. Sie versteht sich als Ort der Ruhe, der Dankbarkeit und vor allem der Zuversicht.

Nicht die erste Kapelle von Julia Tempel

Diese Arbeit war nicht die erste Kapelle, die Julia Tempel bemalt hat. So hat sie vor Jahren bereits eine andere Kapelle gestaltet, worüber damals unter anderem im Fernsehen in der Sendung „Im Holzland“ im dritten Programm vom bayerischen Fernsehen berichtet wurde.