Ohrlöcher – Lobepiercing

Beim Lobepiercing, auch bekannt unter den Begriffen Ohrringe oder Ohrlöcher werden die Ohrläppchen direkt durchstochen. Das geschieht fast immer in der klassischen Variante im 90°-Winkel zur Oberfläche der Ohrläppchens. Seltener wird auch das Durchstechen längs zum Ohrläppchen als Transverse Lobe gewünscht.

Das Stechen wird meist lediglich als „unangenehm“ und nicht als „schmerzhaft“ empfunden und die Abheilung verläuft meist komplikationslos und ist nach etwa 6 Wochen in der Regel abgeschlossen. Hierfür ist allerdings wichtig dass die Ohrlöcher ebenso gewissenhaft und gründlich gepflegt und gereinigt werden, wie jedes andere Piercing auch, Insbesondere vom Haare färben und dem Gebrauch von Haarfestigern ist in den ersten Wochen dringend abzuraten.

Wir verwenden zum Stechen für den Anfang aus Gründen der Pflege und Abheilung Stäbe und soweit nicht anders gewünscht in 1,2 mm Drahtstärke. Sollte in Zukunft ein Fleshtunnel mittels Dehnen der Ohrläppchen geplant sein, dann kann man unter Umständen auch direkt größer Stechen.

Das Stechen von Ohrlöcher bei Säuglingen und Kleinkindern ist in Deutschland tatsächlich illegal. Der Kunde, und das ist in diesem Fall das Kind muss seinen Wunsch selbst in aller Deutlichkeit äußern können. Und es ist wichtig, dass das Kind auch versteht dass Ohrrlinge Schmerzen verursachen und sich entzünden können.  

Entgegen der weit verbreiteten öffentlichen Meinung ist ein Ohrloch ein Piercing wie jedes andere auch. Der Aufwand in Bezug auf Material, Hygiene, Vorbereitung und Nachsorge ist 1:1 der Gleiche wie bei jedem anderen Piercing.

Vom Gebrauch der Ohrlochpistole durch unqualifiziertes Personal ist in jedem Fall abzusehen! Ohrlochschießen ist unter Berücksichtigung der geltenden Hygieneverordnung in Bayern nicht machbar! (Siehe auch unser Video „Das Ohrlochpistolen-Experiment“ auf unserem Youtube-Kanal)