Orbitalpiercing

Mit dem Orbitalpiercing ist in den meisten Fällen fälschlicherweise ein Inner-Conch-Piercing gemeint, das einen Ring trägt. Tatsächlich besteht ein Orbitalpiercing aus zwei oder mehr Piercings, die mit einem Ring miteinander verbunden sind. Ist ein gerades Schmuckstück die Verbindung, handelt es sich um ein Industrialpiercing.

Wir setzen direkt nach dem Stechen einen Ring aus Titan G23 und in 1,6 mm Drahtstärke ein. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass die beiden Piercings separat gestochen und erst nach der Abheilung mit dem Ring verbunden werden. Allerdings ist unserer Erfahrung nach das Risiko sehr groß, dass sich die Lage der Stichkanäle verändert. Das geschieht oft durch äußere Einflüsse wie z.B. Reibung oder auch Druck beim Schlafen.

Beim Orbitalpiercing gelten unsere allgemeinen Pflegehinweise. Darüber muss der Kunde folgendes beachten: 

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich in der Abheilungszeit Krusten am Ring bilden. Die müssen äußerst vorsichtig mit einem Wattestäbchen und etwas Wasser entfernt werden. Auf keinen Fall dürfen sich diese Ablagerungen in den Stichkanal hineindrehen. Andernfalls kommt es unter Umständen zu unangenehmen Schwellungen und Reizungen bis hin zu Entzündungen.

Das Pflegespray, das nach der Reinigung verwendet wird, ist bei uns im Piercingpreis selbstverständlich enthalten.

Haarfestiger, Haarfarbe und Ähnliches darf besonders in der Abheilungszeit und auch danach nicht an den Schmuck gelangen. Einerseits kann das spontan Schmerzen verursachen. Andererseits bildet sich als direkte Folge darauf häufig Wildfleisch.

Der Gebrauch von Shampoo und Spülung beim Duschen ist kein Problem. Von der Sonnenbank, Sauna und vom Schwimmen raten wir in den ersten 4 Wochen ausdrücklich ab. Auch wenn es sich um ein Ohrpiercing handelt, ist Schwimmen keine gute Idee – die ausführliche Erklärung dafür findet ihr in dieser Videobotschaft

Aufgrund der Lage und äußeren Einflüsse dauert die Abheilung oftmals 12 – 16 Wochen.

In dieser Zeit halten wir regelmäßige Kontrollen bei uns im Studio für sinnvoll. Den Schmuck wechseln wir in dieser Zeit auf keinen Fall.

Das Stechen in den richtigen Winkeln ist eine recht knifflige Angelegenheit und verlangt vom Piercer ausreichend Erfahrung. Und es ist anatomisch nicht immer vernünftig umsetzbar. In diesem Fall raten wir immer von der Durchführung ab. Die anatomischen Gegebenheiten hierfür können wir jedoch nur bei uns im Studio in Augenschein genommen und beurteilen.

Sowohl für ein Vorgespräch als auch zum Stechen und für jede einzelne Kontrolle ist ein Termin bei uns vorab erforderlich. Das geht am schnellsten und einfachsten über unser Online-Buchungstool.

Weitere interessante Informationen rund ums Piercen, einen Eindruck von unserer Arbeitsweise und auch einen virtuellen Rundgang durch unser Studio präsentieren wir auf unserem Youtube-Kanal.