Piercing Arten

Male

Beim Lobepiercing – auch bekannt unter den Begriffen „Ohrringe“, „Ohrlöcher“ oder einfach nur kurz: „Lobes“ – werden die Ohrläppchen direkt durchstochen. Das geschieht fast immer in der klassischen Variante im 90°-Winkel zur Oberfläche der Ohrläppchens, seltener wird auch das Durchstechen längs zum Ohrläppchen gewünscht (siehe auch: Transverse Lobe).

Das Stechen wird meist lediglich als „unangenehm“ und nicht als „schmerzhaft“ empfunden, die Abheilung verläuft meist komplikationslos und ist nach etwa 6 Wochen in der Regel abgeschlossen. Wir verwenden zum Stechen für den Anfang aus Gründen der Pflege und Abheilung Stäbe, soweit nicht anders gewünscht in 1,2 mm Drahtstärke. Sollte in Zukunft ein Fleshtunnel mittels Dehnen der Ohrläppchen geplant sein, kann man unter Umständen auch direkt etwas größer Stechen.

Das Stechen von Ohrringen bei Säuglingen und Kleinkindern ist in Deutschland tatsächlich illegal, der Kunde (in diesem Fall: Das Kind) muss seinen Wunsch selbst in aller Deutlichkeit und in Kenntnis der möglichen Folgen (z. B. eventuelle Schmerzen, Verletzungsgefahr durch Hängenbleiben) äußern können.

Entgegen der weit verbreiteten öffentlichen Meinung, ist ein Ohrloch ein Piercing wie jedes andere auch. Der Aufwand in Bezug auf Material, Hygiene, Vorbereitung und Nachsorge ist 1:1 der Gleiche wie bei jedem anderen Piercing auch. Vom Gebrauch der Ohrlochpistole durch unqualifiziertes Personal ist in jedem Fall abzusehen, der Einsatz der Ohrlochpistole ist unter Berücksichtigung der geltenden Hygieneverordnung in Bayern nicht machbar! (Siehe auch unser Video „Das Ohrlochpistolen-Experiment“ auf Youtube)

Unter dem Nostrilpiercing versteht man ein Piercing durch den Nasenflügel, wahlweise links oder rechts. Vor dem Stechen ist es hilfreich zu entscheiden, ob man später einmal einen Ring oder doch eher dauerhaft einen Stab tragen möchte, das spielt bei der Höhe der Platzierung oft eine wichtige Rolle.

Auch wenn oft ein Ring gewünscht wird, verwenden wir zum Stechen als Ersteinsatz ausschließlich einen Stab in 1,2 mm Drahtstärke aus Titan G23. Unserer Erfahrung nach kommt es bei dieser Schmuckauswahl anfangs zu deutlich besseren und schnelleren Heilungserfolgen.

Warum heilt ein Stecker besser als ein Ring als Ersteinsatz? Hier erklären wir es 🙂

Die Ausheilung dauert ca. 10 bis 12 Wochen. In dieser Zeit ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass keinerlei Kosmetikartikel wie z.B. Hautcreme, Make-up oder ähnliches an das Piercing gelangt.

Das Septumpiercing wird durch die Nasenscheidewand gestochen und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Wir stechen dieses Piercing nicht durch den „harten“ Knorpel, der Pieks ist in der Regel kaum schmerzhaft und die Abheilung geht mit ca. 6 Wochen schnell und unkompliziert. Wir setzen als Initialschmuck Septumkeeper in 1,6 mm Drahtstärke ein, nach 6 Wochen kann der Schmuck ohne Weiteres gewechselt werden.

 

Das Helixpiercing ist ein Piercing durch den Rand der äußeren Ohrmuschel und kann beliebig entlang dem Verlauf der Ohrmuschel oberhalb der Ohrläppchen platziert werden.

Beim Helix handelt es sich um ein Knorpelpiercing, die Ausheilung dauert ungefähr 8 bis 12 Wochen. In dieser Zeit ist unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften.

Wir stechen das Helixpiercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Stab. Nach erfolgter Abheilung kann problemlos auf einen Ring gewechselt werden, allerdings verzichten wir beim Stechen darauf direkt einen Ring einzusetzen – unserer Erfahrung nach verheilt das Piercing mit einem Stab deutlich schneller und besser.

Als Forward-Helix-Piercing bezeichnet man Helixpiercings, die oberhalb vom Tragus am Rand entlang dem Verlauf der Ohrmuschel gestochen werden.

Die Abheilung dauert genauso lang wie beim Helixpiercing, also ca. 8 bis 12 Wochen. Bei diesem Piercing ist – besonders in der Abheilungszeit – darauf zu achten, es auch auf der schwer zugänglichen Innenseite regelmäßig gründlich zu reinigen. Ansonsten ist In dieser Zeit unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften.

Wir stechen das Forward-Helixpiercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Stab. Nach erfolgter Abheilung kann problemlos auf einen Ring gewechselt werden, allerdings verzichten wir beim Stechen darauf direkt einen Ring einzusetzen – unserer Erfahrung nach verheilt das Piercing mit einem Stab deutlich schneller und besser.

Das Traguspiercing ist ein Piercing durch den kleinen Dreiecksknorpel vor dem Gehörgang. Das Stechen ist in der Regel weit weniger schmerzhaft als oftmals angenommen, unmittelbare Komplikationen wie z. B. ein Hörsturz, Gesichtslähmung oder ähnliche Begleiterscheinungen können ruhigen Gewissens ins Reich der Fabeln und Mythen rund um das Thema Piercing verwiesen werden.

Gestochen wird dieses Piercing bei uns ausschließlich mit Stäben in einer Stärke von 1,2 mm, bis zur kompletten Ausheilung sollte man etwa 3 Monate Zeit einplanen.

Wichtig zu erwähnen ist bei diesem Piercing, dass der Stichkanal durch den Tragus bei den meisten Menschen vergleichsweise lang ist und sich ein „kleiner, anliegender Ring“ als Schmuck ganz und gar nicht empfiehlt. Wenn der Knorpel durch die Krümmung eines zu kleinen Ringes gestaucht wird, kann das bereits nach kurzer Zeit sehr schmerzhaft werden. Wildfleischbildung ist oftmals die Folge von zu kleinen Ringen im Traguspiercing.

Beim Inner-Conch-Piercing – oft auch fälschlicherweise als Orbitalpiercing bezeichnet! – wird die innere Ohrmuschel von vorne nach hinten durchstochen. Beim Stechen verwenden wir Stäbe in 1,2 oder 1,6 mm, je nach geplantem späterem Schmuckwunsch. 

Die Abheilung verläuft in den allermeisten Fällen unkompliziert, dauert aber aufgrund der Platzierung dennoch ca. 10 bis 12 Wochen. Danach kann ohne Probleme anderer Schmuck eingesetzt werden. 

Besonderes während der Pflege, aber auch danach ist es zwingend erforderlich darauf zu achten dass keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Berührung kommen. 

Im Gegensatz zum Orbitalpiercing ist bei diesem Schmuck nur ein Stichkanal vonnöten, der lediglich nach erfolgter Abheilung mit einem Ring bestückt wird.

Beim Outer-Conch-Piercing handelt es sich genabgenommen nur um ein Helixpiercing, das etwas weiter vom Rand der Ohrmuschel entfernt in Richtung Gehörgang platziert wird.

 

Auch dieses Piercing ist ein Knorpelpiercing, die Abheilung nimmt etwa 8 bis 12 Wochen in Anspruch. In dieser Zeit ist unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften.

Wir stechen das Outerconch-piercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Stab. Nach erfolgter Abheilung kann problemlos auf einen Ring gewechselt werden, allerdings verzichten wir beim Stechen darauf direkt einen Ring einzusetzen – unserer Erfahrung nach verheilt das Piercing mit einem Stab deutlich schneller und besser.

Das Rookpiercing ist ein Knorpelpiercing am Ohr und verläuft durch die Knorpelbrücke oberhalb des Tragus. 

Gestochen wird dieses Piercing in einer Stärke von 1,2 mm, für den Ersteinsatz verwenden wir Bananenstecker aus Titan G23. 

Es handelt sich um ein Knorpelpiercing mit einem vergleichsweise langen Stichkanal, daher sollte man für die Abheilung gute 10 bis 12 Wochen kalkulieren. 

Das Daith ist ein Knorpelpiercing durch die Knorpelbrücke im inneren der Ohrmuschel und ist das einzige Piercing, bei dem die Kunden in unserem Studio zwischen einem gebogenen Stab und einem Ring in Drahtstärke 1,2 mm frei wählen können. 

Die Abheilung verläuft bei sorgfältiger Pflege in aller Regel problemlos, dauert allerdings durch den vergleichsweise langen Stichkanal und den Umstand dass es sich hierbei um ein Knorpelpiercing handelt gute 12 Wochen. 

Achtung: Dieses Piercing bringt bei Schmerzen und Krankheiten keine zuverlässige Linderung oder gar Heilung! Mehr Informationen findet ihr weiter unten unter „Migränepiercing“

Der Überbegriff „Industrial“ beschreibt streng genommen lediglich zwei oder mehrere Piercings, die durch einen geraden Stab miteinander verbunden werden. Die am häufigsten gewählte Variante ist das „Helix-to-Helix“-Industrialpiercing, allerdings sind bei entsprechenden anatomischen Voraussetzungen auch andere Konstellationen möglich.

Gestochen wird das Industrialpiercing aufgrund der Stablänge und der damit einhergehenden sinkenden Stabilität in 1,6 mm, die Abheilung nimmt ca. 12 Wochen in Anspruch.

Es ist leider nicht jedes Ohr für jede Variation des Industrialpiercings geeignet. Die anatomischen Gegebenheiten können nur bei uns im Studio in Augenschein genommen und beurteilt werden, für ein Vorgespräch über die individuellen Möglichkeiten bitte auch unbedingt hier rechts unten auf der Seite einen Termin bei uns im Studio vereinbaren.

Mit dem Orbital ist in den allermeisten Fällen – fälschlicherweise! – das Inner-Conch-Piercing mit einem Ring bestückt gemeint.

 

Tatsächlich besteht das Orbital-Piercing aus zwei (oder mehr ) voneinander unabhängigen Piercings, die miteinander durch einen Ring, ein Hufeisen oder auch ein herzförmiges Schmuckstück verbunden sind. Das Stechen in den richtigen Winkeln ist eine recht knifflige Angelegenheit und anatomisch nicht immer vernünftig umsetzbar, die Durchführung erfolgt bei uns in 1,6 mm Drahtstärke, die Abheilung dauert gut und gerne 12 – 15 Wochen.

 

Es ist leider nicht jedes Ohr für jede Variation des Industrialpiercings geeignet. Die anatomischen Gegebenheiten können nur bei uns im Studio in Augenschein genommen und beurteilt werden, für ein Vorgespräch über die individuellen Möglichkeiten bitte auch unbedingt hier rechts unten auf der Seite einen Termin bei uns im Studio vereinbaren.

Das Snugpiercing wird durch den Rand der inneren Ohrmuschel zur Mitte hin gestochen.

Der Stichkanal ist für ein Knorpelpiercing relativ lang, daher kann die Abheilung mit etwa 12-15 Wochen etwas länger dauern. In dieser Zeit ist unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften.

Wir stechen das Snugpiercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Bananenstecker in Titan.

Snug-Piercing stechen im Tempel München

Beim Antitragus wird der Knorpelrand gegenüber vom Tragus durchstochen, der Übergang zum Snugpiercing ist fließend.

Der Stichkanal ist für ein Knorpelpiercing recht lang, daher kann die Abheilung mit 12-15 Wochen ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften. Besonderes aufpassen muss man mit In-Ear-Kopfhörern.

Wir stechen das Antitraguspiercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Bananenstecker aus Titan G23.

Unter den Piercings am Ohr finden sich: – Helixpiercing – Traguspiercing – Rookpiercing – Daithpiercing – Industrialpiercing – Inner Conchpiercing – Outer Conchpiercing – Antitragus – Forward Helixpiercing – Lobepiercing

„Oralpiercings“ sind alle Piercings, die entweder im Mund direkt liegen oder in den Mundvorhof hinein verlaufen: – Zungenpiercing – Labretpiercing – Zungenbändchenpiercing – Lippenbändchenpiercing – Madonnapiercing – Medusapiercing – Cheekpiercing – Venompiercing.

Beim Augenbrauenpiercing handelt es sich um ein Oberflächenpiercing, welches sowohl senkrecht als auch waagrecht platziert werden kann. Bei der häufigen senkrechten Variante erfolgt die Platzierung meist im äußeren Drittel der Augenbraue, bei der – eher seltenen – waagrechten Ausführung oberhalb des äußeren Drittels der Augenbraue.

Für den Ersteinsatz bei der Augenbraue verwenden wir für die senkrechte Platzierung eine Banane in 1,2 mm Drahtstärke aus Titan, bei der waagrechten eine Surface-Bar mit zwei 90°-Winkeln in 1,2 mm Drahtstärke.

Die Abheilungszeit beträgt ungefähr 4-6 Wochen, wichtig zu beachten ist in dieser Zeit dass kein Make-up o.ä. an das Piercing gelangen sollte.

Cheekpiercings (oder auch: Cheeks – wie sie meist kurz genannt werden) sind Piercings durch die Wange, zumeist dort wo sich bei den meisten Menschen beim Lächeln Grübchen bilden.

Wir setzen beim Stechen grundsätzlich Labretstuds aus Titan G23 ein, der Erstschmuck hat aufgrund der zu erwartenden starken Schwellung grundsätzlich sehr viel Überlänge. Nach 3 Wochen kann der Schmuck meist gegen passenden Schmuck ausgetauscht werden, welcher bei uns im Preis enthalten ist.

 

Platzierung und Stechen sind beim Cheekpiercing nicht ganz einfach und sollten unbedingt nur mit ausreichend Erfahrung gestochen werden!

Oberflächenpiercings sind Piercings, die grundsätzlich nicht an eine feste Platzierung am Körper gebunden sind, solange einige Kriterien von der gewünschten Stelle erfüllt werden. So sollte die Stelle u.A. auf keinen Fall viel Bewegung ausgesetzt sein, über keine starke Krümmung verfügen und wenig mechanischer Belastung durch anderen Schmuck oder Kleidung ausgesetzt werden!

 

Als Schmuck kommen ausschließlich Surfacebars mit abgewinkelten Endstücken in 45° oder 90° infrage, gerade Stäbe und / oder Bananenstecker (ganz gleich ob aus PTFE oder Titan G23) sind für diesen Zweck absolut ungeeignet und führen fast immer zum Herauswachsen des Schmucks!

 

Die Abheilungszeit variiert sehr stark von Körperstelle zu Körperstelle und steht auch in direkter Beziehung zu den gesamten Lebensgewohnheiten der betroffenen Person. Einschätzungen zwischen 3 und 5 Monate sind hier allerdings je nach Körperstelle durchaus realistisch.

Brustwarzenpiercings werden meist waagrecht, seltener auch senkrecht oder diagonal durch die Brustwarze (bzw. je nach Anatomie durch den Brustwarzenvorhof) gestochen. Der Stich an sich ist kurz und unangenehm, der Schmerz ist allerdings meist so schnell vergangen wie er kommt.

 

Beim Brustwarzenpiercing verwenden wir als Standardschmuck für den Ersteinsatz gerade Barbells aus Titan G23 in 1,6 mm Drahtstärke. Auf Wunsch und nach vorheriger Absprache kann das Piercing auch gerne etwas dicker gestochen werden, die passenden anatomischen Gegebenheiten vorausgesetzt. Die Ausheilungszeit bis zum ersten Schmuckwechsel kann bis zu 3 Monate in Anspruch nehmen.

Beim Bauchnabelpiercing ist der Name etwas irreführend; Es wird nicht der Bauchnabel an sich durchstochen, sondern die Hautfalte über dem Bauchnabel. In seltenen Fällen wird das Bauchnabelpiercing auch unterhalb des Bauchnabels oder direkt neben dem Bauchnabel platziert, diese Platzierung ist allerdings nur extrem selten anatomisch wirklich sinnvoll.

 

Gestochen wird das Piercing mit Speziellen Bauchnabelpiercings aus Titan G23 mit unterschiedlich großen Kugeln (wobei die größere Kugel im Bauchnabel „liegt“) in 1,6 mm.

 

Aufgrund der vielen Bewegung, der die Körperachse auf der Höhe des Bauchnabels ausgesetzt ist, nimmt die Abheilung mit 3-5 Monaten vergleichsweise viel Zeit in Anspruch. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, jede Form der Belastung durch High-Waste-Hosen und ähnliches zu vermeiden!

Bei Microdermals – auch bekannt unter: Dermal Anchors oder auch Skinplates – handelt es sich um kleine, transdermale Implantate mit Schraubgewinde.

 

Um das Jahr 2005-2007 herum eroberten diese Single-Point-Piercings den Markt, weil sie grundsätzlich ohne Schwierigkeiten an nahezu jeder Körperstelle angebracht werden konnten. Mit der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass die Kriterien für diese Form des Piercings erheblich strenger waren als zunächst angenommen, so neigen „Micros“ beispielsweise dazu an Stellen mit viel Bewegung oder auch mechanischer Belastung, etwa durch anderen Schmuck oder Kleidung, herauszuwachsen.

 

Daher sind wir in der Auswahl der Körperstellen besonders kritisch und entscheiden jeweils im Einzelfall anhand vieler einzelner Faktoren, ob wir eine Stelle für individuell geeignet halten oder nicht.

 

Die Abheilung dauert gute 3 Monate, ein Schmuckwechsel sollte frühestens nach dieser Zeitspanne vorgenommen werden. Die Anker selbst bestehen aus Titan G23 und stellen beim Röntgen oder auch im MRT kein gesundheitliches, schlimmstenfalls je nach betroffener Körperpartie ein diagnostisches Risiko dar (siehe auch unter unseren Häufig gestellten Fragen.

 

Eine große Auswahl an Wechselschmuck haben wir ständig im Studio, selbstverständlich wechseln wir die Aufsätze auf Wunsch auch aus.

Microdermal im Gesicht

Unter dem Sammelbegriff der „Intimpiercings“ werden diejenigen Piercings zusammengefasst, die die Genitalien unmittelbar betreffen.

Hierzu gehören bei Männern:

– Frenumpiercing / Frenulumpiercing

– Prinz-Albert-Piercing

– Hafadapiercing

– Guichepiercing

– Dydoepiercing

– Ampallangpiercing

– Apadravyapiercing

– Pubicpiercing

– Oetangpiercing

– Prinz-Albert-Reverse-Piercing

Als Frenulumpiercing  (auch: Frenumpiercing) bezeichnet man ein Piercing, welches am der Unterseite des Penis platziert wird.

Wichtig ist bei der Planung und Umsetzung, dass das Piercing nicht zu nah an der Spitze durch den dünnsten Teil vom Penisbändchen gestochen wird. Andernfalls wird der Stichkanal zu kurz, die dadurch entstehende geringe Stabilität kann bei mechanischer Belastung (etwa durch Geschlechtsverkehr) ein „Ausleiern“ des Bändchens verursachen. Im schlimmsten (Un-)Fall ist sogar ein Ausreißen des Piercings möglich.

 

Anfangs wird aufgrund der ständigen Bewegung und damit einhergehenden schwankenden Stichkanallänge setzen wir beim Frenumpiercing direkt nach dem Stechen einen Ball Closure Ring in 2,0 mm Drahtstärke aus Titan G23 ein. Die Abheilung dauert ca. 6 – 8 Wochen.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass männliche Intimpiercings in unserem Studio nur von Piercer Thomas und Piercer Andi gestochen, kontrolliert und getauscht werden und bitten dafür um Verständnis!

Das wohl populärste Intimpiercing bei Männern: Das Prinz-Albert-Piercing, oftmals auch nur liebevoll „der Prinz“ genannt, wird durch die männliche Harnröhre gestochen. Nachdem bei diesem Piercing „nur“ die Harnröhre und nicht die Eichel durchstochen wird, ist die oftmals vorherrschende Sorge vor den Schmerzen beim Stechen meist völlig unbegründet.

Aufgrund der zu erwartenden mechanischen Belastung beim Geschlechtsverkehr ist es grundsätzlich sinnvoll dieses Piercing von Anfang an etwas dicker zu stechen, daher stechen wir den Prinz Albert üblicherweise in einer Drahtstärke von 3,2 mm – dicker ist nach vorheriger Absprache möglich. Zum Einsatz kommt hier ein Ball-Closure-Ring aus Titan G23, nach der Abheilung – welche ca. 6 Wochen in Anspruch nimmt! – kann gerne auch auf eine Banane oder einen Hufeisenring mit 2 Kugeln gewechselt werden.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass männliche Intimpiercings in unserem Studio nur von Piercer Thomas und Piercer Andi gestochen, kontrolliert und getauscht werden und bitten dafür um Verständnis!

Hafadapiercings sind Piercings durch die Haut am Hodensack, die im Grunde genommen beliebig platziert werden können. Nachdem hierbei nur die Haut am Hodensack und nicht der Hodensack selbst durchstochen wird („Transscrotal“), sind die Schmerzen und Risiken vergleichsweise überschaubar. Sehr oft werden auch mehrere Hafadapiercings miteinander kombiniert – hier sind der eigenen Kreativität höchstens anatomische Grenzen gesetzt.

 

Da es sich beim Hodensack um Gewebe handelt, welches in strikter Abhängigkeit zu vielen Begleitumständen (Temperatur, Kleidung, Bewegung, Blutdruck etc.) seine Form und sein Volumen ändert, ist in der Abheilungsphase auf jeden Fall ein Ring als Ersteinsatz zu bevorzugen. Wir stechen das Hafadapiercing im Tempel München als Standardmaß in einer Drahtstärke von mindestens 2,0 mm – dickere Drahtstärken sind nach vorheriger Absprache und Terminvereinbarung möglich!

Aufgrund der meist hohen Umgebungstemperatur und häufigen Bewegung dauert die Abheilung mit etwa 3-6 Monaten etwas länger als bei den meisten anderen Piercings.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass männliche Intimpiercings in unserem Studio nur von Piercer Thomas und Piercer Andi gestochen, kontrolliert und getauscht werden und bitten dafür um Verständnis!

Das Guichepiercing ist ein Intimpiercing für Männer und wird unterhalb des Hodensack auf dem Damm platziert, bei ausreichend Platz können auch mehrere Guiche kombiniert gepierct werden.

 

Aufgrund von Lage und Umgebung kann dieses Piercing gerade in der ersten Zeit als etwas störend empfunden werden, besonders sitzende Tätigkeiten und Fahrradfahren werden in der Anfangsphase als eher unangenehm wahrgenommen. Dementsprechend dauert auch die Abheilung mit ca. 4-5 Monaten etwas länger, als Schmuck beim Stechen verwenden wir im Tempel München Ball-Closure-Rings aus Titan G23 in minimum 2,0 mm, auf Wunsch und nach vorheriger Absprache auch dicker gestochen werden.

Das Dydoe ist ein eher seltenes männliches Intimpiercing. Gestochen wird das Piercing durch den Rand vom Eichelkranz, kann hier jedoch beliebig platziert und kombiniert werden.

 

Als anatomische Voraussetzung sollte der Träger einen stark ausgeprägten Eichelkranz haben und idealerweise beschnitten sein. Andernfalls ist es möglich, dass das Piercing nur oberflächlich platziert werden kann und zum Herauswachsen neigt.

 

Als Schmuck wird an dieser Stelle eine Banane in 1,6 mm aus Titan G23 eingesetzt, die Abheilung kann bis zu 5 Monate dauern.

Der Ampallang gehört zu den männlichen Intimpiercings und wird horizontal durch die Eichel gestochen.

 

Um einen größtmöglichen Tragekomfort auch bei Belastung zu erreichen, stechen wir dieses Piercing im Tempel in einer Mindestdrahtstärke von 2,4 mm. Größere Drahtstärken sind nach vorheriger Absprache möglich. Aufgrund der Länge des Stichkanals kann die Abheilung zwischen 3 und 5 Monaten dauern.

Das Apadravyapiercing ist das vertikale Gegenstück zum Ampallangpiercing und wird senkrecht durch die Eichel gestochen. Sofern der Träger nicht beschnitten ist, muss das Piercing an der Unterseite seitlich neben dem Frenulum gestochen werden – eine absolut gerade Platzierung ist somit bei den meisten Trägern nicht möglich!

 

Um auch bei diesem Piercing ein Maximum an Tragecomfort zu erreichen, stechen wir auch hier mit einem Titan-Barbell  in mindestens 2,4 mm Drahtstärke – dicker ist nach vorheriger Absprache möglich! Die Abheilung geht allerdings (bedingt durch den kürzeren Stichkanal) meist mit 2-4 Monaten etwas schneller.

Das Snake-Eye-Piercing ist ein Zungenpiercing, das quer durch die Zungenspitze verläuft. Durch die beiden Kugeln, soll die Zunge optisch einer Schlange ähneln.

Zum Einsatz kommt hier meistens ein gerader Stab aus Titan G23 in 1,6 mm, ebenso wie beim Scoop-Piercing ist eine annähernd verlässliche Einschätzung bzgl. der Länge schlicht und ergreifend nicht möglich, weil sich die Breite der Zunge je nach Position und Lautbildung stark verändert. Aufgrund der Positionierung in der Zungenspitze ist davon auszugehen, dass der Schmuck beim Sprechen sehr oft mit der Rückseite der Schneidezähne und der Eckzähne in Kontakt kommt und hier mittel- bis langfristig irreparable Schäden verursacht.

Wir stechen dieses Piercing im Tempel München gar nicht, eine detaillierte Erklärung findet ihr unter folgendem Link auf unserem Youtube-Channel: 

Als Scooppiercing bezeichnet man ein Oberflächenpiercing, das quer auf der Zunge platziert ist.

 

Bei diesem Piercing werden die beiden Zungenhälften mit einem Surfacebar miteinander verbunden, was die Zunge wiederum stark in ihrer Beweglichkeit einschränkt und ein großes Risiko von Narbenbildung im Muskel mit sich bringt. Verwendet wird meist eine Drahstärke von 1,6 mm in Titan G23, eine vernünftige Stablänge zu bestimmen ist aufgrund der starken Volumensschwankung der Zungenoberfläche nahezu unmöglich.

 

Wir stechen dieses Piercing im Tempel gar nicht, eine detaillierte Erklärung findet ihr unter folgendem Link auf unserem Youtube-Channel:

Female

Beim Lobepiercing – auch bekannt unter den Begriffen „Ohrringe“, „Ohrlöcher“ oder einfach nur kurz: „Lobes“ – werden die Ohrläppchen direkt durchstochen. Das geschieht fast immer in der klassischen Variante im 90°-Winkel zur Oberfläche der Ohrläppchens, seltener wird auch das Durchstechen längs zum Ohrläppchen gewünscht (siehe auch: Transverse Lobe).

Das Stechen wird meist lediglich als „unangenehm“ und nicht als „schmerzhaft“ empfunden, die Abheilung verläuft meist komplikationslos und ist nach etwa 6 Wochen in der Regel abgeschlossen. Wir verwenden zum Stechen für den Anfang aus Gründen der Pflege und Abheilung Stäbe, soweit nicht anders gewünscht in 1,2 mm Drahtstärke. Sollte in Zukunft ein Fleshtunnel mittels Dehnen der Ohrläppchen geplant sein, kann man unter Umständen auch direkt etwas größer Stechen.

Das Stechen von Ohrringen bei Säuglingen und Kleinkindern ist in Deutschland tatsächlich illegal, der Kunde (in diesem Fall: Das Kind) muss seinen Wunsch selbst in aller Deutlichkeit und in Kenntnis der möglichen Folgen (z. B. eventuelle Schmerzen, Verletzungsgefahr durch Hängenbleiben) äußern können.

Entgegen der weit verbreiteten öffentlichen Meinung, ist ein Ohrloch ein Piercing wie jedes andere auch. Der Aufwand in Bezug auf Material, Hygiene, Vorbereitung und Nachsorge ist 1:1 der Gleiche wie bei jedem anderen Piercing auch. Vom Gebrauch der Ohrlochpistole durch unqualifiziertes Personal ist in jedem Fall abzusehen, der Einsatz der Ohrlochpistole ist unter Berücksichtigung der geltenden Hygieneverordnung in Bayern nicht machbar! (Siehe auch unser Video „Das Ohrlochpistolen-Experiment“ auf Youtube)

Unter dem Nostrilpiercing versteht man ein Piercing durch den Nasenflügel, wahlweise links oder rechts. Vor dem Stechen ist es hilfreich zu entscheiden, ob man später einmal einen Ring oder doch eher dauerhaft einen Stab tragen möchte, das spielt bei der Höhe der Platzierung oft eine wichtige Rolle.

Auch wenn oft ein Ring gewünscht wird, verwenden wir zum Stechen als Ersteinsatz ausschließlich einen Stab in 1,2 mm Drahtstärke aus Titan G23. Unserer Erfahrung nach kommt es bei dieser Schmuckauswahl anfangs zu deutlich besseren und schnelleren Heilungserfolgen.

Warum heilt ein Stecker besser als ein Ring als Ersteinsatz? Hier erklären wir es 🙂

Die Ausheilung dauert ca. 10 bis 12 Wochen. In dieser Zeit ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass keinerlei Kosmetikartikel wie z.B. Hautcreme, Make-up oder ähnliches an das Piercing gelangt.

Das Septumpiercing wird durch die Nasenscheidewand gestochen und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Wir stechen dieses Piercing nicht durch den „harten“ Knorpel, der Pieks ist in der Regel kaum schmerzhaft und die Abheilung geht mit ca. 6 Wochen schnell und unkompliziert. Wir setzen als Initialschmuck Septumkeeper in 1,6 mm Drahtstärke ein, nach 6 Wochen kann der Schmuck ohne Weiteres gewechselt werden.

 

Das Helixpiercing ist ein Piercing durch den Rand der äußeren Ohrmuschel und kann beliebig entlang dem Verlauf der Ohrmuschel oberhalb der Ohrläppchen platziert werden.

Beim Helix handelt es sich um ein Knorpelpiercing, die Ausheilung dauert ungefähr 8 bis 12 Wochen. In dieser Zeit ist unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften.

Wir stechen das Helixpiercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Stab. Nach erfolgter Abheilung kann problemlos auf einen Ring gewechselt werden, allerdings verzichten wir beim Stechen darauf direkt einen Ring einzusetzen – unserer Erfahrung nach verheilt das Piercing mit einem Stab deutlich schneller und besser.

Als Forward-Helix-Piercing bezeichnet man Helixpiercings, die oberhalb vom Tragus am Rand entlang dem Verlauf der Ohrmuschel gestochen werden.

Die Abheilung dauert genauso lang wie beim Helixpiercing, also ca. 8 bis 12 Wochen. Bei diesem Piercing ist – besonders in der Abheilungszeit – darauf zu achten, es auch auf der schwer zugänglichen Innenseite regelmäßig gründlich zu reinigen. Ansonsten ist In dieser Zeit unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften.

Wir stechen das Forward-Helixpiercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Stab. Nach erfolgter Abheilung kann problemlos auf einen Ring gewechselt werden, allerdings verzichten wir beim Stechen darauf direkt einen Ring einzusetzen – unserer Erfahrung nach verheilt das Piercing mit einem Stab deutlich schneller und besser.

Das Traguspiercing ist ein Piercing durch den kleinen Dreiecksknorpel vor dem Gehörgang. Das Stechen ist in der Regel weit weniger schmerzhaft als oftmals angenommen, unmittelbare Komplikationen wie z. B. ein Hörsturz, Gesichtslähmung oder ähnliche Begleiterscheinungen können ruhigen Gewissens ins Reich der Fabeln und Mythen rund um das Thema Piercing verwiesen werden.

Gestochen wird dieses Piercing bei uns ausschließlich mit Stäben in einer Stärke von 1,2 mm, bis zur kompletten Ausheilung sollte man etwa 3 Monate Zeit einplanen.

Wichtig zu erwähnen ist bei diesem Piercing, dass der Stichkanal durch den Tragus bei den meisten Menschen vergleichsweise lang ist und sich ein „kleiner, anliegender Ring“ als Schmuck ganz und gar nicht empfiehlt. Wenn der Knorpel durch die Krümmung eines zu kleinen Ringes gestaucht wird, kann das bereits nach kurzer Zeit sehr schmerzhaft werden. Wildfleischbildung ist oftmals die Folge von zu kleinen Ringen im Traguspiercing.

Beim Inner-Conch-Piercing – oft auch fälschlicherweise als Orbitalpiercing bezeichnet! – wird die innere Ohrmuschel von vorne nach hinten durchstochen. Beim Stechen verwenden wir Stäbe in 1,2 oder 1,6 mm, je nach geplantem späterem Schmuckwunsch. 

Die Abheilung verläuft in den allermeisten Fällen unkompliziert, dauert aber aufgrund der Platzierung dennoch ca. 10 bis 12 Wochen. Danach kann ohne Probleme anderer Schmuck eingesetzt werden. 

Besonderes während der Pflege, aber auch danach ist es zwingend erforderlich darauf zu achten dass keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Berührung kommen. 

Im Gegensatz zum Orbitalpiercing ist bei diesem Schmuck nur ein Stichkanal vonnöten, der lediglich nach erfolgter Abheilung mit einem Ring bestückt wird.

Beim Outer-Conch-Piercing handelt es sich genabgenommen nur um ein Helixpiercing, das etwas weiter vom Rand der Ohrmuschel entfernt in Richtung Gehörgang platziert wird.

 

Auch dieses Piercing ist ein Knorpelpiercing, die Abheilung nimmt etwa 8 bis 12 Wochen in Anspruch. In dieser Zeit ist unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften.

Wir stechen das Outerconch-piercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Stab. Nach erfolgter Abheilung kann problemlos auf einen Ring gewechselt werden, allerdings verzichten wir beim Stechen darauf direkt einen Ring einzusetzen – unserer Erfahrung nach verheilt das Piercing mit einem Stab deutlich schneller und besser.

Das Rookpiercing ist ein Knorpelpiercing am Ohr und verläuft durch die Knorpelbrücke oberhalb des Tragus. 

Gestochen wird dieses Piercing in einer Stärke von 1,2 mm, für den Ersteinsatz verwenden wir Bananenstecker aus Titan G23. 

Es handelt sich um ein Knorpelpiercing mit einem vergleichsweise langen Stichkanal, daher sollte man für die Abheilung gute 10 bis 12 Wochen kalkulieren. 

Das Daith ist ein Knorpelpiercing durch die Knorpelbrücke im inneren der Ohrmuschel und ist das einzige Piercing, bei dem die Kunden in unserem Studio zwischen einem gebogenen Stab und einem Ring in Drahtstärke 1,2 mm frei wählen können. 

Die Abheilung verläuft bei sorgfältiger Pflege in aller Regel problemlos, dauert allerdings durch den vergleichsweise langen Stichkanal und den Umstand dass es sich hierbei um ein Knorpelpiercing handelt gute 12 Wochen. 

Achtung: Dieses Piercing bringt bei Schmerzen und Krankheiten keine zuverlässige Linderung oder gar Heilung! Mehr Informationen findet ihr weiter unten unter „Migränepiercing“

Der Überbegriff „Industrial“ beschreibt streng genommen lediglich zwei oder mehrere Piercings, die durch einen geraden Stab miteinander verbunden werden. Die am häufigsten gewählte Variante ist das „Helix-to-Helix“-Industrialpiercing, allerdings sind bei entsprechenden anatomischen Voraussetzungen auch andere Konstellationen möglich.

Gestochen wird das Industrialpiercing aufgrund der Stablänge und der damit einhergehenden sinkenden Stabilität in 1,6 mm, die Abheilung nimmt ca. 12 Wochen in Anspruch.

Es ist leider nicht jedes Ohr für jede Variation des Industrialpiercings geeignet. Die anatomischen Gegebenheiten können nur bei uns im Studio in Augenschein genommen und beurteilt werden, für ein Vorgespräch über die individuellen Möglichkeiten bitte auch unbedingt hier rechts unten auf der Seite einen Termin bei uns im Studio vereinbaren.

Mit dem Orbital ist in den allermeisten Fällen – fälschlicherweise! – das Inner-Conch-Piercing mit einem Ring bestückt gemeint.

 

Tatsächlich besteht das Orbital-Piercing aus zwei (oder mehr ) voneinander unabhängigen Piercings, die miteinander durch einen Ring, ein Hufeisen oder auch ein herzförmiges Schmuckstück verbunden sind. Das Stechen in den richtigen Winkeln ist eine recht knifflige Angelegenheit und anatomisch nicht immer vernünftig umsetzbar, die Durchführung erfolgt bei uns in 1,6 mm Drahtstärke, die Abheilung dauert gut und gerne 12 – 15 Wochen.

 

Es ist leider nicht jedes Ohr für jede Variation des Industrialpiercings geeignet. Die anatomischen Gegebenheiten können nur bei uns im Studio in Augenschein genommen und beurteilt werden, für ein Vorgespräch über die individuellen Möglichkeiten bitte auch unbedingt hier rechts unten auf der Seite einen Termin bei uns im Studio vereinbaren.

Das Snugpiercing wird durch den Rand der inneren Ohrmuschel zur Mitte hin gestochen.

Der Stichkanal ist für ein Knorpelpiercing relativ lang, daher kann die Abheilung mit etwa 12-15 Wochen etwas länger dauern. In dieser Zeit ist unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften.

Wir stechen das Snugpiercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Bananenstecker in Titan.

Ein Snugpiercing wird im Tempel München gepierct

Beim Antitragus wird der Knorpelrand gegenüber vom Tragus durchstochen, der Übergang zum Snugpiercing ist fließend.

Der Stichkanal ist für ein Knorpelpiercing recht lang, daher kann die Abheilung mit 12-15 Wochen ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist unbedingt darauf zu achten, keine Haarfestiger oder Haarfärbemittel mit dem Piercing in Kontakt zu bringen. Shampoo und Conditioner beim Duschen sind weitgehend ungefährlich, allerdings sollte man das Piercing nach dem Haarewaschen gründlich abspülen um zu verhindern, dass Shampooreste an dem Piercing anhaften. Besonderes aufpassen muss man mit In-Ear-Kopfhörern.

Wir stechen das Antitraguspiercing – soweit nicht anders gewünscht! – in 1,2 mm Drahtstärke mit einem Bananenstecker aus Titan G23.

Unter den Piercings am Ohr finden sich: – Helixpiercing – Traguspiercing – Rookpiercing – Daithpiercing – Industrialpiercing – Inner Conchpiercing – Outer Conchpiercing – Antitragus – Forward Helixpiercing – Lobepiercing

„Oralpiercings“ sind alle Piercings, die entweder im Mund direkt liegen oder in den Mundvorhof hinein verlaufen: – Zungenpiercing – Labretpiercing – Zungenbändchenpiercing – Lippenbändchenpiercing – Madonnapiercing – Medusapiercing – Cheekpiercing – Venompiercing

Beim Augenbrauenpiercing handelt es sich um ein Oberflächenpiercing, welches sowohl senkrecht als auch waagrecht platziert werden kann. Bei der häufigen senkrechten Variante erfolgt die Platzierung meist im äußeren Drittel der Augenbraue, bei der – eher seltenen – waagrechten Ausführung oberhalb des äußeren Drittels der Augenbraue.

Für den Ersteinsatz bei der Augenbraue verwenden wir für die senkrechte Platzierung eine Banane in 1,2 mm Drahtstärke aus Titan, bei der waagrechten eine Surface-Bar mit zwei 90°-Winkeln in 1,2 mm Drahtstärke.

Die Abheilungszeit beträgt ungefähr 4-6 Wochen, wichtig zu beachten ist in dieser Zeit dass kein Make-up o.ä. an das Piercing gelangen sollte.

Cheekpiercings (oder auch: Cheeks – wie sie meist kurz genannt werden) sind Piercings durch die Wange, zumeist dort wo sich bei den meisten Menschen beim Lächeln Grübchen bilden.

Wir setzen beim Stechen grundsätzlich Labretstuds aus Titan G23 ein, der Erstschmuck hat aufgrund der zu erwartenden starken Schwellung grundsätzlich sehr viel Überlänge. Nach 3 Wochen kann der Schmuck meist gegen passenden Schmuck ausgetauscht werden, welcher bei uns im Preis enthalten ist.

 

Platzierung und Stechen sind beim Cheekpiercing nicht ganz einfach und sollten unbedingt nur mit ausreichend Erfahrung gestochen werden!

Oberflächenpiercings sind Piercings, die grundsätzlich nicht an eine feste Platzierung am Körper gebunden sind, solange einige Kriterien von der gewünschten Stelle erfüllt werden. So sollte die Stelle u.A. auf keinen Fall viel Bewegung ausgesetzt sein, über keine starke Krümmung verfügen und wenig mechanischer Belastung durch anderen Schmuck oder Kleidung ausgesetzt werden!

 

Als Schmuck kommen ausschließlich Surfacebars mit abgewinkelten Endstücken in 45° oder 90° infrage, gerade Stäbe und / oder Bananenstecker (ganz gleich ob aus PTFE oder Titan G23) sind für diesen Zweck absolut ungeeignet und führen fast immer zum Herauswachsen des Schmucks!

 

Die Abheilungszeit variiert sehr stark von Körperstelle zu Körperstelle und steht auch in direkter Beziehung zu den gesamten Lebensgewohnheiten der betroffenen Person. Einschätzungen zwischen 3 und 5 Monate sind hier allerdings je nach Körperstelle durchaus realistisch.

Brustwarzenpiercings werden meist waagrecht, seltener auch senkrecht oder diagonal durch die Brustwarze (bzw. je nach Anatomie durch den Brustwarzenvorhof) gestochen. Der Stich an sich ist kurz und unangenehm, der Schmerz ist allerdings meist so schnell vergangen wie er kommt.

 

Es kann auch mit einem Brustwarzenpiercing nach der Schwangerschaft noch gestillt werden, der Milchfluss wird durch die beiden zusätzlichen Austrittsöffnungen nicht negativ beeinflusst.

 

Beim Brustwarzenpiercing verwenden wir als Standardschmuck für den Ersteinsatz gerade Barbells aus Titan G23 in 1,6 mm Drahtstärke. Auf Wunsch und nach vorheriger Absprache kann das Piercing auch gerne etwas dicker gestochen werden, die passenden anatomischen Gegebenheiten vorausgesetzt. Die Ausheilungszeit bis zum ersten Schmuckwechsel kann bis zu 3 Monate in Anspruch nehmen.

 

Insbesondere bei weiblichen Brustwarzenpiercings kann es über einen längeren Zeitraum hinweg zu anhaltender Krustenbildung kommen, das ist kein Anzeichen für Komplikationen oder schlechte Wundheilung sondern völlig normal.

Beim Bauchnabelpiercing ist der Name etwas irreführend; Es wird nicht der Bauchnabel an sich durchstochen, sondern die Hautfalte über dem Bauchnabel. In seltenen Fällen wird das Bauchnabelpiercing auch unterhalb des Bauchnabels oder direkt neben dem Bauchnabel platziert, diese Platzierung ist allerdings nur extrem selten anatomisch wirklich sinnvoll.

 

Gestochen wird das Piercing mit Speziellen Bauchnabelpiercings aus Titan G23 mit unterschiedlich großen Kugeln (wobei die größere Kugel im Bauchnabel „liegt“) in 1,6 mm.

 

Aufgrund der vielen Bewegung, der die Körperachse auf der Höhe des Bauchnabels ausgesetzt ist, nimmt die Abheilung mit 3-5 Monaten vergleichsweise viel Zeit in Anspruch. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, jede Form der Belastung durch High-Waste-Hosen und ähnliches zu vermeiden!

Bei Microdermals – auch bekannt unter: Dermal Anchors oder auch Skinplates – handelt es sich um kleine, transdermale Implantate mit Schraubgewinde.

 

Um das Jahr 2005-2007 herum eroberten diese Single-Point-Piercings den Markt, weil sie grundsätzlich ohne Schwierigkeiten an nahezu jeder Körperstelle angebracht werden konnten. Mit der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass die Kriterien für diese Form des Piercings erheblich strenger waren als zunächst angenommen, so neigen „Micros“ beispielsweise dazu an Stellen mit viel Bewegung oder auch mechanischer Belastung, etwa durch anderen Schmuck oder Kleidung, herauszuwachsen.

 

Daher sind wir in der Auswahl der Körperstellen besonders kritisch und entscheiden jeweils im Einzelfall anhand vieler einzelner Faktoren, ob wir eine Stelle für individuell geeignet halten oder nicht.

 

Die Abheilung dauert gute 3 Monate, ein Schmuckwechsel sollte frühestens nach dieser Zeitspanne vorgenommen werden. Die Anker selbst bestehen aus Titan G23 und stellen beim Röntgen oder auch im MRT kein gesundheitliches, schlimmstenfalls je nach betroffener Körperpartie ein diagnostisches Risiko dar (siehe auch unter unseren Häufig gestellten Fragen.

 

Eine große Auswahl an Wechselschmuck haben wir ständig im Studio, selbstverständlich wechseln wir die Aufsätze auf Wunsch auch aus.

Microdermal im Gesicht

Unter dem Sammelbegriff der „Intimpiercings“ werden diejenigen Piercings zusammengefasst, die die Genitalien unmittelbar betreffen.

Hierzu gehören bei Frauen:

– Christinapiercing / „Chrissy“

– Klitorisvorhautpiercing Vertikal / KVV

– Klitorisvorhautpiercing horizontal / KVH

– Fourchettepiercing

– Schamlippenpiercing innen

– Schamlippenpiercing außen

– Princess-Albertina-Piercing

– Trianglepiercing

– Klitorispiercing

– Isabellapiercing

– Nefertitipiercing

Das Snake-Eye-Piercing ist ein Zungenpiercing, das quer durch die Zungenspitze verläuft. Durch die beiden Kugeln, soll die Zunge optisch einer Schlange ähneln.

Zum Einsatz kommt hier meistens ein gerader Stab aus Titan G23 in 1,6 mm, ebenso wie beim Scoop-Piercing ist eine annähernd verlässliche Einschätzung bzgl. der Länge schlicht und ergreifend nicht möglich, weil sich die Breite der Zunge je nach Position und Lautbildung stark verändert. Aufgrund der Positionierung in der Zungenspitze ist davon auszugehen, dass der Schmuck beim Sprechen sehr oft mit der Rückseite der Schneidezähne und der Eckzähne in Kontakt kommt und hier mittel- bis langfristig irreparable Schäden verursacht.

Wir stechen dieses Piercing im Tempel München gar nicht, eine detaillierte Erklärung findet ihr unter folgendem Link auf unserem Youtube-Channel: 

Als Scooppiercing bezeichnet man ein Oberflächenpiercing, das quer auf der Zunge platziert ist.

 

Bei diesem Piercing werden die beiden Zungenhälften mit einem Surfacebar miteinander verbunden, was die Zunge wiederum stark in ihrer Beweglichkeit einschränkt und ein großes Risiko von Narbenbildung im Muskel mit sich bringt. Verwendet wird meist eine Drahstärke von 1,6 mm in Titan G23, eine vernünftige Stablänge zu bestimmen ist aufgrund der starken Volumensschwankung der Zungenoberfläche nahezu unmöglich.

 

Wir stechen dieses Piercing im Tempel gar nicht, eine detaillierte Erklärung findet ihr unter folgendem Link auf unserem Youtube-Channel: