Unsere 1. Tattooconvention 2010

Im November 2010 nahmen wir an unserer ersten Tattooconvention teil

24. Mai 2026 News
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Unsere 1. Tattooconvention - Augsburg 2010

Feiertage wie dieser sind immer eine schöne Gelegenheit ein Wenig in der Vergangenheit zu schwelgen. Seit 2007 gibt es den Tempel München, 20 Jahre bald. Wie unsere Geschichte begonnen hat, könnt ihr in der mehrteiligen Serie von Stephan Tempel HIER nachlesen. Die etwas holprigen Anfänge überspringen wir an dieser Stelle und berichten von einem Ereignis, das für uns eine wahnsinnig aufregende Ära eingeläutet hat:

Der Tempel München nimmt an seiner 1. Tattooconvention teil

Unser Tätowierer Jimi lebt und arbeitet seit über einem Jahr in München und Stephan und ich entdeckten unsere Reiselust. Als Besucher waren wir schon lange gerne auf Tattoomessen und fanden sie immer sehr spannend. Also haben wir beschlossen diesmal selbst als Teilnehmer dort zu arbeiten. Die Tattooconvention in München war schon vorbei, daher lag das Ziel für unsere 1. Messe auf der Hand: Augsburg sollte es werden. Fahrbare Wegstrecke, nicht zu klein und vor allem im weiteren Einzugsgebiet aus dem man potenzielle Kunden generieren konnte. Also haben wir kurzerhand einen Stand gebucht und … ja und wie geht es weiter?

Die Vorbereitungen für unsere 1. Tattooconvention

Wir hatten kein Banner, keine Beleuchtung und keine Ahnung. Gott sei Dank hatten wir genügend Zeit, also bastelte ich (mit meinen damals noch extrem überschaubaren Skills) am Photoshop ein Banner das wir auf eine LKW-Plane drucken ließen. Das allseits bekannte Logo existierte damals noch nicht, und die digitalen Fotos von den Tattoos die Jimi gestochen hatte, hatten - es war 2010! - eine sehr überschaubare Auflösung. Das Banner kam wie es kommen musste: Grundsolide, und bei genauem Hinschauen „leicht“ verpixelt. Für das genaue Hinschauen hatte uns Julia damals unsere 1. Faltflyer gebastelt, Visitenkarten und Feuerzeuge mit unserem Aufdruck hatten wir im Gepäck, unsere 1. Aufkleber ebenfalls. Jimi packte alles zusammen was er zum Tätowieren brauchte, und so konnte die Reise auch losgehen.

Jimi und Thomas auf großer Fahrt

Stephan war seinerzeit geschäftlich im Ausland unterwegs, unser Studio wurde an diesem Tag von unserer damaligen Piercerin offen gehalten. Heute undenkbar, damals konnte man aber noch alleine an einem Samstag bei uns arbeiten. Also packten wir unsere Siebensachen in meinen alten C5, hielten unterwegs noch beim Baumarkt um uns eine Mehrfachsteckdose und als Beleuchtung ein paar Baustrahler mitzunehmen und erreichten die Halle eine halbe Stunde vor der Öffnung. Aufgrund unserer spartanischen Ausrüstung war der Stand schnell aufgebaut, und kaum 5 Tassen Kaffee später (ja, wir waren etwas aufgeregt) öffnete die Halle auch ihre Pforten.

100% Walk-in-Tattoos auf der Messe in Augsburg

Wir hatten damals keine Kunden aus München mitgenommen oder Termine für die Messe im Vorfeld vergeben. Wir wollten schließlich einem neuen Publikum bekannt werden, also harrten wir der Dinge die da kommen sollten. Und sie kamen. Jimi war an beiden Messetagen mehr als gut beschäftigt, die Kunden zufrieden und ich war fleißig dabei Fragen zu beantworten und vereinbarte tatsächlich von der Messe aus am Samstag noch telefonisch Termine in unserem Studio in München. Aber was war daran so besonders, dass es dafür einen eigenen Bericht braucht?

Analoges Arbeiten auf einer Messe. Gibts nicht? Gabs wohl!

Es mag nach „Opa erzählt gleich wieder vom Krieg!“ klingen, aber wir hatten damals nichts dabei um die Motive zu bearbeiten. Keinen Laptop, keinen Drucker, keinen Stencilprinter. Und wieso nicht? Weil es in der Halle ohnehin kein internet gab, mobile Daten waren noch Zukunftsmusik und Stencildrucker für uns damals schlichtweg zu teuer. Jimi hat die Vorlagen und Tattoowünsche der Kunden mit Stiften auf Papier (um-)gezeichnet und mit einem Kugelschreiber auf Stencilpapier übertragen. Der eine oder andere alte Hase schmunzelt vermutlich gerade ob der Erinnerung, während die jüngere Generation eher ungläubig den Kopf schüttelt. Aber es hat funktioniert, die Kunden waren glücklich und nicht wenige von ihnen kamen uns später in München besuchen.

Fazit unserer 1. Tattooconvention

  1. Wir brauchen dringend ein besseres Banner.
  2. Baustrahler machen ein tolles Licht, werden aber extrem heiß. Jimi hatte jeden Abend ein nasses T-Shirt - im November.
  3. Das Wochenende war anstrengend, aber geil. Und hat Lust auf mehr gemacht - und wird euch hier noch mehr zu lesen bescheren.

Bilder von dieser Messe gibt es leider keine mehr, daher muss das damalige Veranstaltungsplakat an dieser Stelle herhalten. :)