Neuer Befähigungsnachweis für Tätowierer: Was geplant ist
Der Bundesverband Tattoo e. V. (BVT) hat angekündigt, ab April 2026 einen Befähigungsnachweis für Tätowiererinnen und Tätowierer einzuführen.
Dieser soll ein freiwilliger Qualitätsnachweis sein, der fachliche Kompetenzen und Kenntnisse im Tätowierhandwerk dokumentiert. Er soll für mehr Professionalität in der Szene bzw. Branche sorgen.
Zielsetzung
Der Verband betont, dass es in Deutschland bislang keine staatlich geregelte Berufsausbildung oder Qualifizierungspflicht für Tätowierer gibt.
Viele Tätowierer erlernen ihren Beruf traditionell über Praxis, Mentor-Lehre oder private Kurse. Gesetzlich greifen vor allem hygienische und gewerberechtliche Vorschriften.
Mit dem Befähigungsnachweis will der BVT folgende Ziele erreichen:
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Transparenz und Vergleichbarkeit von Qualifikationen innerhalb der Branche erhöhen.
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Ein branchenweit anerkanntes Qualitätszeichen schaffen, das gegenüber Kunden und Behörden sichtbar ist.
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Tätowiererinnen und Tätowierer auf einheitlichen Kenntnisstand bei Technik, Hygiene und Sicherheit bringen.
Umfang und Struktur
Details zu den konkreten Prüfungsinhalten, Prüfungsstellen oder Zertifikatsanforderungen wurden vom Verband bislang nicht vollständig öffentlich dokumentiert, wie aus den verfügbaren Mitteilungen hervorgeht.
Fest steht jedoch, dass der Nachweis freiwillig sein soll und nicht gesetzlich verpflichtend.
Kosten für den Befähigungsnachweis
Der Befähigungsnachweis soll 550,- Euro kosten. Dieser Betrag soll nur kostendeckend sein.



