Pflaster zum Tattoo selber stechen – schmerzfrei – entwickelt

Ein Pflaster mit dem man ein Tattoo selber stechen kann und das auch noch schmerzfrei. Was klingt wie ein Aprilscherz ist ein Forschungsergebnis aus Amerika.

Kleine Miniatur-Nadeln

Wie ein Team um Mark Prausnitz vom Georgia Institute of Technology im Fachjournal “iScience” schreibt, funktioniert das wie folgt.

Auf einem Pflaster sind kleine Miniatur-Nadeln angebracht, diese geben die Tattoo Tinte in die Haut ab. Damit kann sich jeder angeblich schmerzfrei kleine, einfach gestaltete Tattoos stechen bzw. „tätowieren“.

Bisher wurde es an Ratten und auf Schweinehaut getestet

Tierfreunde werden das nicht gerne höre. Bislang ist diese Art des Tattoo stechens an Ratten und auf Schweinehaut getestet worden. Schweinehaut war übrigens bis vor wenigen Jahren bei vielen Tattoo-Azubis das Standard-Werkzeug um Tattoo stechen zu üben. Auch bei uns im Tempel München Tattoostudio.

Seit einigen Jahren wird meistens auf Kunsthaut aus Plastik das Tattoo stechen geübt. Bei uns im Tempel München wurde schon viele Jahre keine Schweinehaut mehr verwendet.

Für kostengünstige kleine Symbole

Zurück zum Tattoo Pflaster. Laut den Forschern können die Menschen für günstige, kleine Tattoos verwendet werden. Vor allem für diese, die nicht das Geschick eines Tattoo Künstlers erfordern.

Denkbar und geübt wurden bislang Herzchen, Sterne, aber auch Zahlen, kurze Wörter oder medizinische Informationen wie Blutgruppen-Nummern als Tattoo.

Auch mit UV-Farbe – in Deutschland gibt es bislang keine zugelassene UV-Farbe für Tattoos – seien solche Tattoos denkbar. Die Nadeln wurden so miniaturisiert, dass die Tätowierungen angeblich schmerzfrei sind. Die Tattoofarbe soll aber dennoch effektiv in die Haut gelangen.

Pflaster soll die Tätowierer nicht ersetzen

Jetzt haben die Forscher ein Unternehmen gegründet, um die Technik weiter voranzubringen. Das Ziel ist aber nicht, Tätowierer arbeitslos zu machen. Den Machern ist bewusst, dass nicht alle Tattoos ersetzt werden können. Es ist eher für simple Motive gedacht, die somit schmerzfrei verabreicht werden können. Man darf gespannt sein.

Zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung